WLAN-Einrichtung

Tipps und Tricks für guten WLAN-Empfang

WLAN-SymbolUm Ihre Kasse Speedy in Ihren Geschäftsräumen oder im (Gastronomie-)Außenbereich mobil im Zusammenspiel mit Bondruckern und Netzwerkkopplung nutzen zu können, benötigen Sie eine stabile WLAN-Verbindung. Sparen Sie hier nicht, lassen Sie Ihr WLAN-Netzwerk von einem lokalen Fachmann konfigurieren. Ein zuverlässiger und sicherer Kassenbetrieb ist grundlegende Voraussetzung für Ihr Geschäft.

 

 

Einstellungen am WLAN-AccessPointWLAN Router

  • Benutzen Sie einen guten WLAN-AccessPoint mit 2 oder mehr Antennen (> 100 EUR) und möglichst langen Antennen. Faustregel: je länger die Antenne desto größer die Reichweite.
  • Am besten sind WLAN-Accesspoints mit angeschraubten Antennen. Diese Antennen kann man am besten ausrichten.
  • Die weit verbreiteten DSL-Router mit integriertem WLAN haben normalerweise eine geringe Reichweite und können nur sehr eingeschränkt konfiguriert werden.
  • Ebenso ungeeignet sind die in manchen WLAN-Druckern integrierten WLAN-Accesspoints - die Signalqualität ist meist schlecht.
  • Montieren Sie den Accesspoint an einer optimalen Stelle (am besten hoch in Deckennähe an der Wand) und richten Sie die Antennen optimal aus.
  • Installieren Sie auf Ihrem Smartphone die Android-App "Wifi Analyzer" (o.ä.) und untersuchen Sie damit die Reichweite Ihres WLAN's (durch Herumlaufen und Beobachten des WLAN-Pegels).
  • Benutzen Sie keine WLAN-Repeater, sondern lieber einen sehr guten WLAN-AccessPoint mit hoher Reichweite. Durch die Verwendung von Repeatern wäre das Androidgerät ständig zu Kanalwechseln und Ab-/Anmeldungen gezwungen, was immer wieder für kurze Unterbrechungen sorgen würde.
  • Stellen Sie im WLAN-Accesspoint einen festen Kanal ein, der sich deutlich zu den Nachbar-WLANs abgrenzt (keine Auto-Kanalwahl). Stark zu empfehlen sind die Kanäle 1, 6 und 11, da dies die einzigen Kanäle sind, deren Frequenzbänder sind nicht gegenseitig überschneiden.
  • Manche AccessPoints bieten auch die Kanäle 12 und 13 an, manche auch Kanal 14. Diese Kanäle sind nur für Europa zugelassen und werden von Import-Smartphones oft nicht unterstützt (grau importierte Geräte sind oft nicht korrekt für die Nutzung in Europa konfiguriert und können daher diese Kanäle nicht nutzen, was zu WLAN-Verbindungsfehlern führt). Schalten Sie im Zweifelsfall die Kanäle 12-14 im Accesspoint ab.
  • Beobachten Sie von Zeit zu Zeit die Nachbar-WLAN's (z.B. mit der Android-App "Wifi Analyzer"), sprechen Sich sich ggf. mit Ihren Nachbarn ab und vereinbaren Sie feste Kanäle. Dies ist insbesondere in dicht besiedelten Innenstädten nicht zu unterschätzen.
  • Stellen Sie die WLAN-Kanalbreite auf "schmal" ein (Speedy benötigt keinen hohen Datendurchsatz, sondern hohe Zuverlässigkeit)
  • Um eine größere Reichweite vor allem im Außenbereich zu erzielen, benutzen Sie besser 2,4GHz. Für höhere Zuverlässigkeit vor allem in Innenräumen nutzen Sie dagegen besser 5GHz.
  • Verstecken Sie aus Sicherheitsgründen Ihre WLAN-SSID. Beachten Sie, dass manche Smartphones damit jedoch Probleme haben könnten und sich dann nicht verbinden können.
  • Falls Sie Ihren Gästen WLAN anbieten möchten, sollten Sie keinesfalls Ihr Kassen-Netzwerk öffnen. Kaufen Sie einen WLAN-Accesspoint, der ein separates Gäste-Netzwerk bereitstellen kann oder betreiben Sie einen zweiten Accesspoint. Verwenden Sie für das Gäste-WLAN einen anderen WLAN-Kanal als für Ihr Kassen-WLAN.

 

WLAN in der Gastronomie

  • Für die mobile Nutzung von Kassen ist ein stabil funktionierendes WLAN unabdingbar.
  • Für alle anderen Szenarien sollten Sie jedoch ernsthaft überlegen, ob WLAN wirklich notwendig ist und nicht besser durch ein festes LAN-Kabel ersetzt werden kann. Insbesondere im Küchenbereich gibt es sehr viele Störquellen, wie z.B. Microwellen, Friteusen, Kühlaggregate, Lüfter, Induktionsherde, etc. Der Betrieb dieser Geräte kann Ihr WLAN massiv beeinträchtigen!
  • Verwenden Sie nur hochwertige, geschirmte LAN-Kabel, z.B. "CAT 7"-Kabel (je höher die Zahl, desto besser ist die Abschirmung). Verlegen Sie die Kabel in möglichst großem Abstand zu problematischen Küchengeräten.
  • Achten Sie darauf, dass elektronische Geräte wie z.B. LAN-Switches, WLAN-Router, Druckserver, Bondrucker, etc. nicht an der gleichen Steckdose mit problematischen Küchengeräten hängen (z.B. keinesfalls LAN-Switch und Microwelle am gleichen Verlängerungskabel). Idealerweise nutzen Sie getrennte Stromleitungen (getrennt abgesichert, andere Phase), fragen Sie Ihren Elektriker.

 

Android-EinstellungenTablet

  • WLAN auch im Ruhemodus aktiviert lassen. Dadurch ist die Kasse direkt nach dem Aufwecken sofort einsatzbereit.
  • Falls verfügbar: "Intelligenter Netzwechsel" ausschalten, damit das Gerät im WLAN bleibt und bei schwachem WLAN-Signal nicht zufällig auf Mobilfunk umschaltet. Entfernen Sie die SIM-Karte komplett, wenn Sie keinen Mobilfunk an der Kasse benötigen (spart außerdem Akku).
  • Falls verfügbar: "WLAN-Netzwerk-Priorität" (o.ä.) so einstellen, dass das eigene Netzwerk ganz oben steht
  • Falls verfügbar: "WLAN-Optimierung, Akkuverbrauch minimieren" ggf. ausschalten, um auch bei schwachem WLAN-Empfang keine Abbrüche zu bekommen.
  • Installierte Apps überprüfen: prüfen Sie, welche installierten Apps das Recht haben, WLAN-Einstellungen zu ändern. Prüfen Sie in den Android-Einstellungen App für App, welche Berechtigungen die jeweilige App anfordert. Deinstallieren Sie zweifelhafte und unnötige Apps, um Strom und Performance zu sparen.
  • Ordnen Sie dem Androidgerät eine feste IP-Adresse zu. Dies beschleunigt den WLAN-Reconnect deutlich.
  • Tipps zum Akku-Sparen: schalten Sie nicht benötigte Funktionen wie "Bildschirm automatisch drehen", Bluetooth und GPS aus. Deinstallieren Sie nicht benötigte Apps, die eventuell im Hintergrund laufen und Akku fressen.

 

Android-Hardware

Es gibt sehr viele verschiedene Androidgeräte auf dem Markt, die unterschiedlich gute Hardware besitzen. Auch beim WLAN-Empfang gibt es erhebliche Unterschiede in der Hardwarequalität der Smartphones/Tablets. Mit Android-Apps wie z.B. "Wifi Analyzer" können Sie die Empfangsstärke Ihres Geräts kontrollieren und ggf. mit anderen Geräten vergleichen. Hier sehen Sie einen beispielhaften Vergleich der WLAN-Empfangsstärke zwischen einem preisgünstigen Smartphone (links) und einem guten Smartphone (rechts). Beide Geräte liegen nebeneinander auf dem Tisch, zeigen jedoch extrem unterschiedliche Empfangsstärken.

Vergleich WLAN-Empfangsstärke

 

Bondrucker

  • Benutzen Sie nach Möglichkeit kabelgebundene Bondrucker
    • USB-Drucker bei stationären Kassen (USB-Kabel zwischen Bondrucker und Kasse Speedy; nur möglich, wenn Ihr Androidgerät USB-Host-fähig ist, siehe FAQ-Artikel)
    • LAN-Drucker, die über (abgeschirmte!) LAN-Kabel im Netzwerk hängen. Dies garantiert jederzeit störungsfreie Kommunikation.
  • Wenn Sie die Kasse z.B. auf Messen einsetzen möchten, sollten Sie bedenken, dass sehr viele Leute auf sehr engem Raum sehr viele WLAN-AccessPoints betreiben werden. Dies führt unweigerlich zu WLAN-Störungen. Verwenden Sie hier besser kabelgebundene Drucker oder notfalls Bluetooth-Drucker (weniger Störungen durch allgemein geringere Sendeleistungen und dadurch kleinere Funkradien).
  • WLAN-Drucker sollten nur dann verwendet werden, wenn die Verlegung eines LAN-Kabels unzumutbar ist. Konfigurieren Sie den WLAN-Drucker sehr gewissenhaft und beachten Sie die obigen Hinweise zum WLAN-AccessPoint. Messen Sie z.B. mit der Android-App "Wifi Analyzer", ob am Drucker-Standort die WLAN-Empfangssignalstärke ausreichend ist.
  • Kaufen Sie einen guten Bondrucker, der die Druckerstatus-Abfrage unterstützt (bidirektionale Kommunikation). Wir empfehlen den EPSON TM-T20 (professioneller Drucker mit allen Funktionen, dennoch preisgünstig).
  • Wenn Sie Druckprobleme haben (z.B. Aussetzer beim Küchenbondruck), überlegen Sie die Verwendung des Speedy-Druckservers, der für Kasse Speedy optimiert entwickelt wurde und 100% zuverlässige Druckübertragung sicherstellt. Abzuraten ist die Verwendung von handelsüblichen Druckservern (LAN Print Server), da diese keine bidirektionale Druckerkommunikation (Statusabfrage) unterstützen.
  • Ordnen Sie dem Bondrucker bzw. Speedy-Druckserver eine feste IP-Adresse zu und tragen Sie diese IP-Adresse in den Speedy-Druckereinstellungen ein.
  • Tipp: die meisten Bondrucker haben eine Konfigurationsoberfläche, die Sie über einen gewöhnlichen Internetbrowser aufrufen können, wenn Sie hier die IP-Adresse des Druckers eingeben. Siehe Druckerhandbuch.

 

Einstellungen in Kasse Speedy

  • Schalten Sie in den Speedy-Druckereinstellungen den Schalter "Druckerstatus abfragen" ein. Dann prüft Speedy bei jedem Druckvorgang, ob der Bondruck fehlerfrei durchgeführt wurde und zeigt dem Kellner ansonsten eine Fehlermeldung. Dies funktioniert jedoch nur dann, wenn der Drucker die Statusabfrage unterstützt (bidirektionale Kommunikation, siehe oben). Sie erkennen dies, wenn direkt unterhalb des Schalters "Druckerstatus abfragen" die Statusmeldung "Drucker bereit" steht. Wenn Sie den Druckerdeckel öffnen oder das Papier alle ist, sollte dort sofort "Drucker offline" erscheinen. Falls dies nicht der Fall ist, unterstützt Ihr Bondrucker wahrscheinlich nicht die Statusabfrage (oder Sie verwenden einen Druckserver, der dies nicht unterstützt, siehe Anmerkung oben).
  • Wenn Sie den Speedy-Druckserver einsetzen, wählen Sie in den Speedy-Druckereinstellungen den Druckertreiber "Speedy-Druckserver" aus und geben die IP-Adresse des Druckservers ein. Schalten Sie den Schalter "Druckerstatus abfragen" ein.